Gemäß der FAO werden bei der Definition von Fischerei und Fischfang typischerweise folgende Faktoren mit einbezogen: „betroffene Menschen, Art oder Typ der genutzten aquatischen Organismen, Wasser- oder Meeresbodengebiet, Fangmethoden, Schiffstypen, Zweck der Tätigkeiten oder eine Kombination dieser Eigenschaften“.

Der Lebensunterhalt von mehr als 500 Millionen Menschen in den Entwicklungsländern hängt direkt oder indirekt von Fischerei und Aquakultur ab.

Beinahe 90% der weltweit gefangenen Wildfische stammen aus Ozeanen und Meeren, im Gegensatz zu Fängen aus Binnengewässern. Der Umfang der Fänge aus dem Meer ist mit 80.000.000 bis 86.000.000 Tonnen seit Mitte der 1990er Jahre relativ stabil geblieben.

Eine kleine Anzahl von Arten bildet die Grundlage für die Mehrzahl der weltweiten Fischereien. Diese Arten umfassen Hering, Kabeljau, Sardellen, Thunfisch, Flunder, Meeräsche, Tintenfisch, Garnelen, Lachs, Krabben, Hummer, Austern und Kammmuscheln. Alle mit Ausnahme der letzten vier bildeten 1999 einen weltweiten Fang von je weit über 1.000.000 Tonnen. Allein an Heringen und Sardinen zusammen wurden 1999 mehr als 22.000.000 Tonnen gefangen.

Die Kriterien von Friend of the Sea für nachhaltige Fischerei erfordern:
- dass die Zielbestände nicht überfischt werden
- maximal 8% Rückwürfe
- kein Mitfangen gefährdeter Arten
- keine Schädigung des Meeresgrundes
- normengerechtes Vorgehen (zulässige Gesamtfangmenge (TAC), keine illegale Fischerei (IUU), keine Gefälligkeitsflagge (FOC), Mindestgrößen, etc.)
- soziale Verantwortung
- schrittweise Reduzierung des CO2-Fußabdrucks

Über 30 Fischereien in allen Ozeanen erfüllen die Kriterien von Friend of the Sea und wurden zugelassen. 8 Fischereien wurden NICHT zugelassen, da sie ein oder mehrere Kriterien von Friend of the Sea nicht erfüllen.
 

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