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Friend of the Sea ist eine internationale Nonprofit-Nichtregierungsorganisation (NGO). Sie ist in Italien als ein gemeinnütziger Verein registriert. Friend of the Sea verwaltet das Friend of the Sea - Zertifikationssystem für Produkte aus nachhaltigen Fischereien und Aquakulturen. Es ist das einzige internationale Zertifizierungsprogramm, das mit dem gleichen Logo/Prüfsiegel sowohl Produkte aus Wildfang als auch aus Aufzucht zertifiziert. Dafür wird eine Prüfung durch eine unabhängige, anerkannte Zertifizierungsgesellschaft durchgeführt. Viele Unternehmen und Fischereien weltweit (von Tasmanien bis Chile, von Kanada bis Vietnam und von Norwegen bis Madagaskar) vertrauen auf Friend of the Sea, um ihre eigenen Fischereien, Zuchtbetriebe oder Produkte zu bewerten sowie zu überprüfen, ob deren Herkunft die Nachhaltigkeitskriterien von Friend of the Sea erfüllt.
Friend of the Sea wurde 2006 von Paolo Bray gegründet, dem Leiter vom Earth Island Institute's Dolphin-Safe Project (Delphinschutzprojektes des Earth Island Instituts) in Europa, einem erfolgreichen Projekt zur Reduzierung des Delphinsterbens in der Thunfischindustrie (www.dolphinsafetuna.org, www.earthisland.org). Das Projekt und die Organisation sind völlig unabhängig vom Earth Island Institut, obwohl es eine der Anforderungen für Thunfischunternehmen ist, vom Earth Island Institut als delphin-sicher (Dolphin-Safe) bestätigt zu werden. Außerdem sind einige der Direktoren vom Earth Island Institut auch Mitglieder des Beratungsausschusses von Friend of the Sea.
Friend of the Sea hat eine schlanke Struktur, um eine Überlastung durch Verwaltungskosten zu vermeiden. Es nutzt neue Kommunikationstechnologien aus, um die Projektentwicklung zu beschleunigen, Reisekosten zu verringern und CO2 zu reduzieren.
Dr. Franco Bray, Vater von Paolo Bray, ein wichtiger Berater für Lebensmitteltechnologie, ist der Präsident von Friend of the Sea.
Paolo Bray ist Direktor.
Der Beratungsausschuss stellt Friend of the Sea seinen technischen Rat zur Verfügung und besteht aus freiwilligen Mitgliedern aus verschiedenen Regionen der Welt, die hauptsächlich in Umwelt-NGOs tätig sind: Heinzpeter Studer (Schweiz, fair-fish); David Phillips und Mark Berman (USA, Earth Island Institut); Fraser Reiche (Kanada, Lachsindustrie); Reed MacFarland (Großbritannien, Berater für Lebensmittel aus dem Meer); Ravi Gauthman (Indien, Triton Consultants).
Ein unabhängiger und externer technischer Ausschuss, der aus Anspruchsgruppen aus der ganzen Welt besteht, hat die Befugnis, Änderungen an den Kriterien vorzuschlagen und mehrheitlich über die Änderungen abzustimmen.
Friend of the Sea hat in den ersten Jahren einige begrenzte Mittel aus dem EU-geförderten Programm Interreg bekommen. Die Initiative wurde in der Anfangsphase von Paolo Bray privat finanziert. Sie wird jetzt vollständig über die Lizenzgebühren für die Benutzung des Friend of the Sea - Logos sowie durch sporadisches Sponsoring (ausschließlich für einzelne Marketing-Events) finanziert.
Die Kriterien wurden ursprünglich vom Beratungssausschuss von Friend of the Sea unter Einbezug von Kriterien wichtiger NGOs und Ansichten von Anspruchsgruppen festgelegt. Die Modifikation und die Integration von Kriterien können seit 2006 nur vom unabhängigen technischen Ausschuss vorgenommen werden. Der technische Ausschuss besteht aus über 30 Personen, die alle Anspruchsgruppen repräsentieren (NGOs, Forschungsinstitute, Erzeuger, Händler, staatliche Einrichtungen). Die Aufgabe des technischen Ausschusses ist es, Änderungen und Verbesserungen der Kriterien von Friend of the Sea vorzuschlagen und darüber abzustimmen. Änderungen müssen auf jeden Fall die FAO-Leitlinien erfüllen. Die Mehrheit der Abstimmenden muss den vorgeschlagenen Änderungen zustimmen, damit diese angenommen und in Kraft gesetzt werden können. Der technische Ausschuss trifft sich und stimmt online ab. Der technische Ausschuss ist offen für jeden, der am Prozess der Kriterienbildung teilhaben möchte.
Für die Genehmigung der Mitgliedschaft im technischen Ausschuss senden Sie ihren Lebenslauf an info@friendofthesea.org. Geben Sie in Ihrer E-Mail an, dass Sie Teil des technischen Ausschusses werden möchten.
Friend of the Sea ist das einzige internationale System, das mit dem gleichen Prüfsiegel Produkte sowohl aus Fischerei als auch aus Aquakulturen zertifizieren kann. Wir glauben, dass die Verbraucher eine standardisierte Botschaft und Anzeige der Nachhaltigkeit der Erzeugung von aquatischen Lebensmitteln benötigen. Außerdem sind Aquakultur und Fischerei eng miteinander verbunden, aufgrund von potentiellen wechselseitigen Auswirkungen und weil Fischfutter meist aus wildgefangenen Vorräten stammt. Tatsächlich ist Friend of the Sea auch das einzige System, das Fischmehl, Fischöl und Fischfutter zertifiziert.
Die Kriterien wurden ursprünglich vom Beratungssausschuss von Friend of the Sea unter Einbezug von Kriterien wichtiger NGOs und Absichten von Anspruchsgruppen festgelegt. Die Modifikation und die Integration von Kriterien können seit 2006 nur vom unabhängigen technischen Ausschuss vorgenommen werden. Der technische Ausschuss besteht aus über 30 Personen, die alle Anspruchsgruppen repräsentieren (NGOs, Forschungsinstitute, Erzeuger, Händler, staatliche Einrichtungen). Die Aufgabe des technischen Ausschusses ist es, Änderungen und Verbesserungen der Kriterien von Friend of the Sea vorzuschlagen und darüber abzustimmen. Änderungen müssen auf jeden Fall die FAO-Leitlinien erfüllen. Die Mehrheit der Abstimmenden muss den vorgeschlagenen Änderungen zustimmen, damit diese angenommen und in Kraft gesetzt werden können. Der technische Ausschuss trifft sich und stimmt online ab. Der technische Ausschuss ist offen für jeden, der am Prozess der Kriterienbildung teilhaben möchte.
Die Checklisten für Produkte aus Aquakultur und Wildfang stehen zum Download auf der Webseite zur Verfügung. Füllen Sie die Checklisten nicht aus! Sie werden nur von den Prüfern genutzt.
Die Kriterien von Friend of the Sea für Produkte aus Wildfang können wie folgt zusammengefasst werden:
- Zielbestände dürfen gemäß den Leitlinien der FAO, regionalen Fischereibehörden und nationalen Meeresbehörden nicht überfischt werden. Einzige Ausnahme: Fischfänge, die weniger als 10% des Fangs im Gesamtbestand betragen und alle anderen Anforderungen erfüllen.
- Fangmethoden dürfen den Meeresboden nicht beschädigen. Sie sind nur annehmbar, wenn Maßnahmen zur Reduzierung von Beschädigungen auf ein geringfügiges Maß getroffen werden.
- Fangmethoden müssen selektiv sein (maximal 8% Rückwürfe).
- Mitgefangene Arten dürfen nicht auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN stehen.
- Fischereien müssen rechtliche Bestimmungen einhalten (u. a. zulässige Gesamtfangmenge (TAC), keine illegale Fischerei (IUU), keine Gefälligkeitsflagge (FOC), Maschengröße, Mindestgrößen, geschützte Meeresgebiete (MPA) usw.). Dies alles wird in der Vor-Ort-Prüfung überprüft.
- Der CO2-Fußabdruck der Produktionseinheiten muss jährlich um 20% reduziert und/oder um 20% ausgeglichen werden
.
- Für Abfallbehandlung muss gesorgt werden.
- Soziale Verantwortung muss übernommen werden.
Die Kriterien von Friend of the Sea für Produkte aus Aufzucht:
- Umweltverträglichkeitsprüfung oder gleichwertige Beurteilung muss vor der Entwicklung der Anlage positiv bewertet worden sein.
- Keine Auswirkung auf kritische Habitate wie Mangroven, Feuchtgebieten etc.
- Wasser-, Energie- und Futtermanagement muss vorhanden sein.
- Futter muss, wenn auf dem Markt erhältlich, von Friend of the Sea zertifiziert sein.
- Fischflucht muss auf ein geringfügiges Maß reduziert werden.
- Keine Verwendung von Wachstumshormonen, gentechnisch veränderten Organismen und Antifouling-Anstriche (es sei denn, es wird bewiesen, dass die Anstriche nicht schädlich für die Umwelt sind).
- Der CO2-Fußabdruck der Produktionseinheiten muss jährlich um 20% reduziert oder um 20% ausgeglichen werden.
- Soziale Verantwortung muss übernommen werden.
Die Prüfung wird von ausgewählten Prüfern von Zertifizierungsgesellschaften durchgeführt. Nur von der ISO zugelassene Zertifizierungsgesellschaften können eine Friend of the Sea - Prüfung durchführen. Friend of the Sea hat auch ein Zulassungsverfahren entwickelt. Die Projektgruppe des Horizontalen Harmonisierungskomitees der Europäischen Kooperation für die Akkreditierung (EA) hat unser System begutachtet und befunden, dass es die Anforderungen der EA erfüllt, wie im vorläufigen Bericht über Konformitätsbewertungsschemata (EA 2/11) angegeben. Das bedeutet, dass die Zertifizierungsgesellschaften bald einer spezifischen Friend of the Sea - Akkreditierung unterzogen werden. Folgende Zertifizierungsgesellschaften führen gegenwärtig Prüfungen für Friend of the Sea durch: AQA Certificazioni, Bureau Veritas, IFQC/Global Trust und SGS.
Die Prüfung beginnt, sobald der Beratungsausschuss von Friend of the Sea das Vorläufige Informationsformular (PIF) durchgesehen und entschieden hat, dass die Prüfung autorisiert ist. Dies geschieht im allgemeinen eine Woche nach Erhalt des Vorläufigen Informationsformulars. Sobald die Prüfungs- und Lizenzvereinbarung unterschrieben zurückgesendet ist, wird Friend of the Sea eine ausgewählte Zertifizierungsgesellschaft einschalten, die zusammen mit dem zu prüfenden Unternehmen das Datum für den Beginn der Prüfung festsetzt. Dies geschieht normalerweise eine oder zwei Wochen nach Antragstellung.
Die Prüfung von Aquakultur-Einrichtungen dauert normalerweise einen Tag pro geprüfter Einrichtung plus höchstens 2 Wochen für die Nachprüfung des Prüfberichts. Die Prüfung von Fischereien dauert normalerweise zwischen 2 Tagen vor Ort bis zu 2 Wochen, plus höchstens 2 Wochen für die Nachprüfung des Prüfberichts.
Die Prüfung konzentriert sich bei Aquakulturen auf den Aufzuchtbereich und bei Wildfangprodukten auf die Fischereifahrzeuge während des Abladens. Die Prüfung der Rückverfolgbarkeit wird dann vor Ort und via Belegmaterial auch im Verarbeitungsbereich durchgeführt. Der Prüfer wird alle Anforderungen in der Checkliste überprüfen (siehe oben 2).
Die Prüfung konzentriert sich bei Aquakulturen auf den Aufzuchtbereich und bei Wildfangprodukten auf die Fischereifahrzeuge während des Abladens. Die Prüfung der Rückverfolgbarkeit wird dann vor Ort und via Belegmaterial auch im Verarbeitungsbereich durchgeführt. Der Prüfer wird alle Anforderungen in der Checkliste überprüfen (siehe oben 2).
Die Checkliste für Produkte aus Aquakultur und Wildfang stehen zum Download auf der Webseite zur Verfügung. Füllen Sie die Checklisten nicht aus! Sie werden nur von den Prüfern genutzt.
Es gibt nur eine Checkliste für Aquakulturen, die an die verschiedenen gezüchteten Arten und Methoden angepasst werden kann, einschließlich artenspezifischer Anforderungen. Es gibt nur eine Checkliste für Wildfangprodukte, die an alle verschiedenen Fangmethoden angepasst werden kann.
Die Zertifizierungsgesellschaften bemühen sich, den Prüfbericht in der Regel in höchstens 2 Wochen nach Ende der Prüfung zu erstellen.
Zwei Zertifikate werden erstellt: Eines von der Zertifizierungsgesellschaft, das die Inspektion bescheinigt, und eines von Friend of the Sea, das zur Benutzung des Logos berechtigt.
Anspruchsgruppen können während der Prüfung beitragen und am Ende der Prüfung Einspruch erheben. Mehr Information finden Sie unter dem Menüpunkt Anspruchsgruppen auf der Webseite.
Die Gebühr für das erste Jahr beginnt bei 5.000 Euro aufwärts, abhängig von der Komplexität der Prüfung (eine letzte Abschätzung erfolgt, wenn alle Daten erhoben sind und Friend of the Sea eine Abschätzung von der Zertifizierungsgesellschaft erhalten hat). Die Gebühr für das erste Jahr enthält alle Prüfungskosten sowie 12 Monate Lizenzgebühren für die Nutzung des Logos von Friend of the Sea für den Fall der Zertifizierung. Friend of the Sea wirbt auch für die Zertifizierung und lädt das Unternehmen ein, an Werbeveranstaltungen und Einzeltreffen mit potentiellen Kunden teilzunehmen. Die Gebühren für das zweite und folgende Jahre betragen 3.000 Euro pro Produkt der gleichen Herkunft.
Die Gebühr für das erste Jahr beginnt bei 5.000 Euro aufwärts, abhängig von der Komplexität der Prüfung (eine letzte Abschätzung erfolgt, wenn alle Daten erhoben sind und Friend of the Sea eine Abschätzung von der Zertifizierungsgesellschaft erhalten hat). Die Gebühr für das erste Jahr enthält alle Prüfungskosten sowie 12 Monate Lizenzgebühren für die Nutzung des Logos von Friend of the Sea für den Fall der Zertifizierung. Friend of the Sea wirbt auch für die Zertifizierung und lädt das Unternehmen ein, an Werbeveranstaltungen und Einzeltreffen mit potentiellen Verbrauchern teilzunehmen. Die Gebühren für das zweite und folgende Jahre betragen 3.000 Euro pro Produkt der gleichen Herkunft.
Ein Muster steht zum Download zur Verfügung.